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2. Türchen



Hinter dem 2. Türchen findet ihr heute eine Weihnachtsgeschichte und eine Bastelaktion von der St. Ursula


Eine Geschichte…


Es war schon spät, sogar schon eine Weile nach der eigentlichen „Zu-Bett-geh-Zeit“. Mama und Papa brachten das Kind ins Bett und kurz vor dem Gute-Nacht-Kuss sagte das Kind: „Ich muss euch noch etwas fragen bevor ihr geht.“ Die Eltern, die einen langen und anstrengenden Tag mit vielen Zoom- Meetings hinter sich hatten und ihren lang verdienten Feierabend ersehnten, fragten mit einem strengen Blick auf die Uhr, die gewöhnlichen Fragen, die zu der alltäglichen Verzögerungsstrategie gehörten: „Was gibt’s denn noch? Nochmal auf die Toilette? Oder was trinken? Oder sollen wir das Hörspiel anmachen?“

„Licht. Also, ich meine, Licht-Sein. Wie geht das?!“ Mutter und Vater schauten sich fragend an. „Was meinst du denn damit? Licht – Sein?“ „In der Schule haben wir heute über Weihnachten und den Advent gesprochen und der Lehrer meinte, wir sollen Licht- Sein und die Welt erhellen und ich weiß nicht recht wie das geht und wie ich das machen soll.“ Die Mutter grinste und sagte: „DU bist doch schon Licht, zumindest für uns. Du machst jeden unserer Tage heller!“ Diese Antwort reichte aber noch nicht aus. „Aber, Mama, wenn es doch Licht gibt, gibt es ja auch Dunkelheit und ich glaube dass es viel mehr Dunkel auf der Welt gibt als Licht.“ Es wurde ganz leise im Kinderzimmer. „Es gibt Kriege auf der Welt und es gibt Menschen die es mit anderen nicht gut meinen. Der Erde geht es schlecht, weil wir nicht gut mit ihr umgehen. Es gibt Menschen die arm sind, die kein warmes Bett haben. Es gibt Kinder die keine Mama und keinen Papa haben. Es gibt diesen Virus, der mir Angst macht. Müssen Menschen sterben. Und das Masketragen, ich weiß, dass es wichtig ist, aber es macht mir und anderen manchmal Kopfschmerzen. Wie soll ich denn das ganze Dunkel hell machen?“

Der Vater sagte: „Ich habe ein Idee“ und er ging kurz etwas holen. „Du hast vollkommen recht mit dem was du sagst. Es gibt ganz viel Dunkelheit auf der Welt und in dem Leben der Menschen. Manchmal haben wir das Gefühl dass wir dafür verantwortlich sind und das ist eine ganz schön große Last die wir da manchmal mit uns rumtragen. Aber ich zeig dir mal was. Pass auf.“ Der Vater machte das Nachtlicht aus und es war stockdunkel im Zimmer, man konnte nichts mehr sehen. „Papa, wie willst du mir denn etwas zeigen, wenn es so dunkel ist?“ Der Vater riss ein Streichholz an und entzündete ein kleines Teelicht, was er zuvor aus dem alten Schrank im Flur geholt hatte. „Jetzt siehst du es. Das Licht dieser Kerze, hat die riesengroße Dunkelheit in deinem Zimmer erhellt. Obwohl die Kerze im Verhältnis zu deinem Zimmer viel, viel kleiner ist. Die riesige Dunkelheit kann rein gar nichts gegen dieses kleine Licht tun. Genauso, ist es gemeint wenn wir Licht sein sollen. Wir können die Dunkelheit der Welt nicht alleine aufhellen, aber wir können, dort wo wir sind, kleine Lichter sein und das Leben einzelner heller machen. So dass sie vielleicht auch wieder Licht sein können für andere. So machen wir die Welt Stück für Stück zu einem helleren Ort.“ Das Kind grinste zufrieden denn es hatte etwas verstanden.


(nach einer Geschichte von Christina Sinnwell-Backes)



Eine Bastelaktion…


Nehmt euch 3 Kerzen und verschenkt sie an andere Menschen, die ein wenig Licht in ihrem Leben gebrauchen können. Und erzählt ihnen von dem kleinen Licht, das die Dunkelheit verdrängen kann. Vielleicht geben diese Menschen auch wieder ihr Licht weiter und der oder die Nächste auch usw., dann hätten wir mit unserem kleinen Licht ganz schön viel Dunkelheit an ganz vielen verschiedenen Orten verdrängt.

Natürlich könnt ihr auch eine größere Kerze ins Fenster stellen, so dass andere euer Licht sehen können. Wenn ihr davon euren Freunden erzählt können wir gemeinsam ganz Oberursel hell machen!


Zum Verschenken, könnt ihr zum Beispiel mit euren Eltern kleine Kerzen aus Walnussschalen basteln:


Ihr braucht:

- Walnüsse

- Nussknacker

- Docht

- Bienenwachs oder altes Kerzenwachs


Und so geht’s:

1. Mit dem Nussknacker, die Walnüsse ganz vorsichtig knacken, so dass möglichst ganze Hälften erhalten bleiben.

2. Der Docht wird in ungefähr 4 cm lange Stücke geschnitten und mit ein bisschen erwärmtem und knetbarem Wachs unten in der Walnussschale befestigt.

3. Jetzt muss die Walnussschale mit Wachs gefüllt werden. Entweder man macht es mit dem erwärmten, knetbaren Wachs oder man schmilzt das Wachs und gießt es dann in die Nussschalen. Hierbei jedoch unbedingt aufpassen, denn das Wachs ist heiß!



Wir bedanken uns bei der St. Ursula für diesen schönen Beitrag.



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