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Aktionswochen „Mehr Mehrweg in der Gastronomie“



Aktionswochen „Mehr Mehrweg in der Gastronomie“ – Stadt Oberursel, die Lokale Oberurseler Klimainitiative (LOK) e.V. und Schüler*innen der Frankfurt International School (FIS) bereiten Aktionswochen zur Müllvermeidung vor


Gastronom*innen in Oberursel und Bürger*innen sollen verstärkt auf Mehrweg-Systeme für Speisen und Getränke bei "To-Go-Gerichten" aufmerksam gemacht werden. Hierzu planen die LOK e.V. und zwei Schüler-AGs der Frankfurt International School FIS gemeinsam mit der Stadt Oberursel vom 26.3. bis 08.04. eine Aktion mit dem Ziel, möglichst viele Orscheler Gastronom*innen zügig auf Mehrweggeschirr für den Außer-Haus-Verkauf umzustellen. Ab 2023 werden Restaurants, Bistros und Cafés gesetzlich verpflichtet, ihre Getränke und Speisen zum Mitnehmen auch in Mehrwegverpackungen anzubieten. Das Projektteam will aber schon vorher möglichst viele Menschen davon überzeugen, von Einweg- auf Mehrwegverpackungen umzusteigen. „Die Abfallproblematik ist schon heute so groß, dass wir nicht warten wollen, bis EU-Gesetze greifen. Ein Umstieg auf Mehrweggefäße ist schon heute möglich. Wir wollen die Oberurseler Restaurant-, Café- und Bäckereibesitzer*innen motivieren, diesen Schritt schon heute zu gehen.“ erklärt Christine Greve vom Vorstand der LOK e.V. das Ziel der LOK Projektgruppe „Mehrweg in der Gastronomie“. Die Projektgruppe arbeitet eng mit der Wirtschaftsförderung der Stadt zusammen, die es sich ebenfalls zur Aufgabe gemacht hat, Gastronom*innen beim Umstieg auf ein Mehrwegsystem zu unterstützten.


Die FIS-Schüler*innen möchten an ihrer Schule und darüber hinaus das Interesse für Mehrweglösungen wecken. Sie hatten die Idee, zunächst eine Online-Umfrage durchzuführen, die dokumentiert, wie viele Schüler*innen bzw. Bürgerinnen und Bürger die Einführung von Mehrweg-Systemen gutheißen. Die Umfrage kann von allen Bürger*innen über die Seite der Stadt https://www.oberurselimdialog.de/mehrweg bis zum 10.04.2022 unterstützt werden. Je mehr Menschen teilnehmen und je größer der Zuspruch für Mehrweglösungen ausfällt, umso mehr Planungssicherheit erhalten die Gastro-Betriebe bei der Umstellung auf Mehrweg-Systeme.


"Wir genießen die Vielfalt der Gastro-Szene in der Brunnenstadt!" bekennt Citymanager Marcus Scholl und fährt fort: "Das gilt auch für das Essen unterwegs. Egal ob in der Freizeit, als Ersatz für einen Restaurantbesuch in Coronazeiten oder als Zwischenmahlzeit an Schul- und Arbeitstagen.“


Die Schülerinnen Cana und Eva aus den Nachhaltigkeits-Arbeitsgruppen der FIS ergänzen: "Der Genuss „to-go“ hat leider Schattenseiten: es wird viel Plastik verbraucht, das die Mülltonnen füllt oder unsere Stadt verschandelt. Plastikverpackungen werden oft nur für Sekunden genutzt – und belasten die Natur danach meist für Jahrhunderte." Das ist ein langwieriges Problem: Wenn Plastik in der Natur landet, zersetzt es sich zu Mikroplastik, das alles Leben dieser Erde vergiftet. "Jeder Mensch nimmt hunderte Partikel Mikroplastik pro Tag in sich auf: durch die Luft, durch Flüssigkeit und Nahrung – eklig, oder?", fragt Andreas, der sich ebenfalls für das Anliegen engagiert.


Im Austausch waren sich die Aktiven schnell einig: Wir können die Plastikflut deutlich verringern! Es gibt nämlich hygienisch einwandfreie, auslaufsichere und schicke Mehrweg-Systeme, mit denen man sein Lieblingsessen dahin transportieren kann, wo es am besten schmeckt. Und danach können die Mehrweg-Behälter wieder und wieder und nochmal verwendet werden.


Im Sommer 2021 hatten der Citymanager der Stadt Marcus Scholl und der Klimaschutzbeauftragte Georg Hiltl dazu bereits Informationsangebote für die Gastronom*innen auf den Weg gebracht. Von der Präsentation verschiedener Systemanbieter befinden sich noch etliche Mehrweg-Gefäße im Rathaus, die die Stadt nun zur praktischen Nutzung zur Verfügung stellt. Schüler*innen der FIS, Mitarbeiter*innen des Rathauses und Freiwillige, die sich hierzu bei der LOK melden, können diese Mehrweg-Gefäße im zweiwöchigen Aktionszeitraum nutzen, um sie beim Außer-Haus-Verzehr auszuprobieren. Gastronom*innen erfahren auf diesem Wege, dass die Bürger*innen bereit sind für eine Umstellung auf umweltfreundliche Alternativen zu Styropor, Plastik und Pappe. Erste Restaurant- und Cafébesitzer*innen haben bereits Mehrwegbecher und -geschirr eingeführt, weitere sind interessiert. Sie hoffen, dass auch die Nachfrage danach besteht und dass die Informationslücken zum Mehrweggeschirr in der Gastronomie schnell geschlossen werden.


Informationsstand am 26.03.


Wer sich zum Thema informieren möchte, die Mehrweg-Gefäße kennenlernen oder sich welche für den Aktionszeitraum ausleihen möchte, kann am 26.3. von 9-12 Uhr zum Informationsstand in der Kumeliusstrasse kommen. Dort informiert die Projektgruppe rund um das Thema ‚Essen im Mehrweg‘.

Marcus Scholl und Christine Greve ermutigen: "Jede/r kann sich an der Aktion beteiligen:

  • Fragen Sie bei jeder Essensbestellung nach einer Mehrweg-Verpackung und ermutigen Sie Gastronom*innen, Mehrweggefäße anzubieten! Alternativ: Bringen Sie eigene, saubere Behälter mit und lassen Sie diese befüllen.

  • Unterstützen Sie gezielt die Anbieter*innen, die bereits Mehrweg-Verpackungen anbieten!

  • Motivieren Sie Freunde und Familie, die Mehrweg-Idee zu nutzen!

  • Freuen Sie sich über eine saubere Stadt!"

Für Fragen und Anregungen stehen der Citymanager Marcus Scholl unter wirtschaftsfoerderung@oberursel.de und Christine Greve von der LOK unter info@l-o-k.de zur Verfügung. Mehr Informationen zum Thema Mehrweg in der Gastronomie sowie zu den Aktionswochen auf https://l-o-k.org/projekte/mehrweg-in-der-gastronomie/



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