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Erweiterung der Kläranlage Oberursel soll bis Ende 2023 abgeschlossen sein




Durch die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie werden verschärfte Anforderungen an die Reduzierung der Phosphorkonzentrationen an die Kläranlage Oberursel gestellt. Phosphor führt in Gewässern zu verstärktem Wachstum von Algen und Wasserpflanzen und lässt den Sauerstoffgehalt im Wasser sinken. Starke Trübung und das Sterben von Fischen und Wasserlebewesen können die Folgen sein. Aus diesem Grund muss die Kläranlage Oberursel erweitert und teilweise umgebaut werden.


Die weitergehende Abwasserbehandlung zur Phosphor- und Spurenstoffelimination wurde für die Kläranlage Oberursel in zwei grundlegenden Schritten geplant:


Im ersten Schritt wurde zwischen 2016 und 2019 zunächst die alte Fällmittelstation durch eine neue, moderne Fällmittelstation ersetzt. Mit dieser wird der gelöste Phosphor aus dem Abwasser in einen festen Zustand in Form von Flocken überführt.


Um die abgeschiedenen Flocken ausreichend aus dem Abwasserstrom zu entfernen, wird im zweiten Schritt eine neue Filtration gebaut, diese besteht aus einer Sandfiltration, einem Gebäude mit Maschinentechnik und einer Messstation. Der Sandfilter wird über ein neues Zwischenhebewerk an die bestehende Verfahrenstechnik der Kläranlage angebunden.


Vorbereitende Maßnahmen wurden bereits im Januar 2022 durchgeführt. Die gesamte Baumaßnahme dauert voraussichtlich bis Dezember 2023.


Aufgrund der begrenzten Flächenreserven auf dem vorhandenen

Kläranlagengelände werden die neuen Behandlungsstufen auf einer städtischen Erweiterungsfläche nordwestlich der bestehenden Kläranlage hergestellt.

Entlang der neuen Abgrenzung werden als naturschutzrechtliche Ausgleichmaßnahmen vor allem Sträucher und Gebüsche mit heimischen Gehölzarten eingepflanzt.


Michael Maag

Betriebsleiter BSO

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