• Admin

Gedenktag "Nein zu Gewalt an Frauen"




Internationaler Gedenktag „NEIN zu Gewalt an Frauen und Mädchen“

In diesem Jahr beteiligt sich Oberursel (Taunus) bereits zum achtzehnten Mal an der bundes­weiten Fah­nenaktion „frei leben - ohne Gewalt“, die immer am 25. November stattfindet. Als stadtweit sichtbares Zeichen wird am kommenden Freitag, dem 23.11.2018, die Fahne „Frei leben – Nein zu Gewalt an Frauen und Mädchen“ vor dem Oberurseler Rathaus gehisst.


Am Samstag, 24. November 2018, können sich Interessierte zwischen 10.00 Uhr und 13.00 Uhr am Info-Stand mit der Brötchentüten-Aktion „Gewalt kommt mir nicht in die Tüte“ vor der Bäckerei „Kröger´s Brötchen“ in der Vorstadt bei Vertreterinnen des Vereins „Frauen helfen Frauen Hochtaunuskreis e.V.“, des Deutschen Frauen Rings Ortsgruppe Oberursel, der Volkshochschule und bei der Gleichstellungsbeauftragten über die aktuelle Situation „häusliche Gewalt“ informieren.


Alle Informationen über Kröger´s Brötchen gibt es hier!


Jeder Mensch hat das Recht auf ein gewaltfreies Leben. Dennoch erfährt in Deutschland jede vierte Frau in ihrem Leben häusliche Gewalt durch aktuelle oder frühere Partner. Häusliche Gewalt ist ein weltweites Phänomen, welches in allen Gesellschaftsschichten vorkommt. Sie kennt keine kulturellen, nationalen, religiösen, Alters- oder materielle Grenzen. Das Risiko, Gewalt zu erleiden, ist für Frauen nirgendwo höher als in der eigenen Familie. Die Gewalt kennt viele Gesichter: körperliche, seelische, sexualisierte, soziale oder ökonomische Gewalt, Beleidigungen und Bedrohungen oder Stalking. Obwohl das Thema in der Öffentlichkeit mehr und mehr thematisiert wird, ist es dennoch zum Teil ein Tabuthema. Die Scham und Angst, eine Anzeige zu machen oder sich Hilfe zu holen und somit die Gewalt öffentlich zu machen, ist groß. Der Leidensweg der Frauen ist oft lang. Viele haben Angst vor den Konsequenzen, die eine Trennung mit sich ziehen könnte. Und der Weg der vor ihnen liegt, ist oft auch ein langer und manchmal sehr  beschwerlicher. Aber es ist ein Weg raus aus der Gewalt, in Richtung selbstbestimmtes und gewaltfreies Leben für die Frauen und ihre Kinder.



Ziel der Aktion ist, mit allen Interessierten ins Gespräch zu kommen, sie zu sensibilisieren, um im Ernstfall nicht weg zu sehen, sondern aktiv zu werden, ohne sich aber selbst zu gefährden. Außerdem gibt es umfangreiche Information über die  unterschiedlichen Hilfsangebote in Oberursel und dem Hochtaunuskreis.


Der Gedenktag „frei leben-ohne Gewalt“ geht zurück auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal, die am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik vom militäri­schen Geheimdienst nach monatelanger Folter getötet wurden. Sie waren im Untergrund tätig und hatten sich an Aktivitäten gegen den tyrannischen Diktator Trujillo beteiligt.


Der Mut der Mirabal-Schwestern bei ihrem Kampf gegen den Tyrannen gilt inzwischen als Symbol für Frauen weltweit, die nötige Kraft für das Eintreten gegen jegliches Unrecht zu entwickeln. 1981 wurde der 25. November ein internationaler Gedenktag -  auf einem Treffen lateinamerikanischer und karibi­scher Feministinnen in Bogotá in Kolumbien würdig­ten die Teilnehmerinnen diese Frauen und riefen das Todesdatum der drei Frauen zum Gedenktag für die Opfer von Gewalt an Frauen und Mädchen aus. Seit 1999 ist der 25. November auch von den Vereinten Nationen als offizieller internationaler Gedenktag anerkannt.


Vorab danken die Organisatoren allen Beteiligten für ihren Einsatz und der Bäckerei „Kröger’s Brötchen“ für die Brötchenspende.


Hans-Georg Brum

Bürgermeister