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Kontakt mit Eichenprozessionsspinnern unbedingt vermeiden – Gefahren für die Gesundheit



An mehreren Stellen in Oberursel (Taunus), unter anderem im Camp King Park, kam es in den vergangenen Tagen zum Befall von Eichen durch den Eichenprozessionsspinner.


Um gesundheitliche Beeinträchtigungen zu vermeiden, sollten Bürgerinnen und Bürger einige Vorsichtsmaßnahmen beachten. Sofern ein neuer Befall auftritt wird darum gebeten, Kontakt mit der Abteilung Umwelt- und Naturschutz, Tel. 06171 502-306 oder dem BSO, Tel. 06171 704-466 oder-474 aufzunehmen. Fachleute des BSO und der Stadtverwaltung kontrollieren den Stadtwald und die städtischen Grünanlagen mit Eichenbeständen regelmäßig.

Der Eichenprozessionsspinner ist eine Schmetterlingsart, die nicht nur Eichen Probleme durch Kahlfraß bereitet. Auch für Menschen birgt er Gesundheitsgefahren durch die giftigen Härchen der Raupe, die bei Hautkontakt oder durch Einatmen zu allergischen Reaktionen führen können. Gerade die von Erholungssuchenden bevorzugten Waldrandlagen, lichte Baumbestände oder auch gut besonnte Einzelbäume in Parkanlagen und Wohngebieten können durch den Eichenprozessionsspinner besiedelt werden. Auch Besucher von Freizeitanlagen, Kinderspielplätzen sowie des Waldgebietes sollten einige Vorsichtsmaßnahmen beachten.


Gegenmaßnahmen


Sämtliche Maßnahmen zur Beseitigung der Nester müssen unbedingt von Fachleuten vorgenommen werden, die diese Arbeiten in vollständig geschlossenen Schutzanzügen und mit Atemschutz ausführen! Informationen hierzu gibt es ebenfalls bei der Abteilung Umwelt- und Naturschutz, Tel. 06171 502-306.


Die gesundheitliche Gefährdung durch den Menschen geht von den Haaren der älteren Raupen aus. Diese Haare sind nur ca. zwei bis drei mm lang. Sie sind mit Widerhaken versehen und enthalten ein Nesselgift. Die feinen Brennhaare können bei günstiger Witterung und Luftströmung über weite Strecken getragen werden, da sie leicht abbrechen.


Bei Kontakt mit Raupenhaaren ist intensives Duschen und Waschen der Kleidung ratsam. Unmittelbar nach dem Hautkontakt entwickelt sich ein unangenehmer Juckreiz, dem ein Ausschlag folgt. Neben einer Hautentzündung können Quaddeln oder anhaltende Knötchen auftreten, die an Reaktionen auf Insektenstiche erinnern. Bei Kontakt mit den Augen kommt es häufig zu Reizungen. Das Einatmen kann unter Umständen zur Atemnot führen.


Die meisten Symptome klingen nach ein bis zwei Tagen von selbst ab. Bei Auftreten entsprechender Krankheitserscheinungen sollte ein Arzt aufgesucht werden.


Vorsichtsmaßnahmen


Als Vorsichtsmaßnahmen werden empfohlen:

  • Befallsareale grundsätzlich meiden

  • Raupen und Gespinste nicht berühren

  • Schutz empfindlicher Hautbereiche (z.B. Nacken, Hals, Unterarm)

  • Verzicht auf Holzernte- oder Pflegemaßnahmen, solange Raupennester erkennbar sind

  • Kleiderwechsel und Duschbad mit Haarreinigung nach Kontakt mit Raupenhaaren sowie waschen der Kleidung bei mindestens 60 Grad.


Alle Informationen zum Eichenprozessionsspinner gibt es auch in diesem Flyer


Christof Fink

Erster Stadtrat

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