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Plastik gehört nicht in die Biotonne - auch keine kompostierbaren Plastiktüten


Auf dem Foto: v.l.n.r.: Erster Stadtrat Christof Fink/ Domenico Stufano, Leiter der Abfallwirtschaft und stellvertretender Betriebsleiter BSO/ Patrick Lauth, Marktmanager REWE-Markt Oberstedten.

In Oberursels Biotonnen gehören nur kompostier­bare Abfälle. Auf keinen Fall darf der Biomüll in Plastik verpackt in die Biotonne gegeben werden, aber auch die sogenannten „kompostierbaren Bio­mülltüten“ dürfen nicht in Oberursels Biotonnen.Mit dem Slogan „Kompostierbare Plastiktüten gehö­ren nicht in den Bioabfall“ sensibilisiert der Bau- und Service Oberursel (BSO) – zuständig für die Abfall­wirtschaft in der Stadt – die Verbraucher seit einigen Wochen an den Verkaufsregalen in den REWE-Supermarktfilialen im Stadtgebiet.„Die Käuferinnen und Käufer wissen oft nicht, dass sie die kompostierbaren Plastiktüten in Oberursel gar nicht verwenden dürfen. Vielen ist nicht be­wusst, dass die sogenannte „Bio-Plastiktüte“ zu Problemen in der Kompostierungsanlage führt“, so Erster Stadtrat Christof Fink.In der Praxis ist die Verwendung dieser Tüten prob­lematisch, denn die Plastiktüten oder Fetzen davon behindern den Kompostierungsvorgang in den Kom­postierungsanlagen. Angeblich „kompostierbare Biomüllbeutel“ und Stärketüten, die es nach wie vor im Handel zu kaufen gibt, brauchen mindestens zehn Wochen, um abgebaut zu werden. Außerdem verbleiben kleinste Plastikteile im Kompost.


Zehn Wochen sind im Vergleich zu normalen Plas­tiktüten zwar schnell, es entstehen dabei aber weder Nährstoffe, noch Bodensubstrat. Die Verar­beitung des Bioabfalls im Kompostwerk zu Bioabfall dauert in der Regel sechs Wochen – nur in dieser Zeitspanne lohnt sich die Veredlung des Bioabfalls für den Verwerter.Kompostierbare Plastiktüten bestehen meist zur Hälfte aus einem nachwachsenden Rohstoff (z.B. Mais) und zur anderen Hälfte aus einem fossilen Brennstoff, auf Basis von Erdöl. Dieser ist nach wie vor nötig, um den Tüten die nötige Stabilität zu geben und ein Durchweichen zu verhindern.

Damit Biotüten aus Plastik zukünftig nicht mehr umsonst gekauft werden, wurden im Rahmen eines erfolgreichen, interkommunalen Projektes mit der Nachbarstadt Bad Homburg schon im Dezember an den Regalen der REWE-Märkte sogenannte Kun­denstopper angebracht, die darauf hinweisen, dass kompostierbare Biotüten in diesen beiden Städten nicht verwendet werden dürfen.Zusätzlich hat der BSO Aufkleber auf allen Bio­tonnen im Stadtgebiet angebracht, die auf das Ver­bot hinweisen.Wie soll der Bioabfall in die Tonne?

Auf die Kunststoffbeutel für Bioabfall kann gut ver­zichtet werden. Papiertüten sind eine gute Alter­native und dürfen verwendet werden. Auch das Einpacken der Abfälle in Zeitungspapier ist möglich und fängt gleichzeitig viel Feuchtigkeit auf, was gerade in der kalten Jahreszeit sinnvoll ist, denn es verhindert auch das Festfrieren an der Tonnen­wand.Zur Sammlung des Bioabfalls im Haushalt können Plastiktüten zwar verwendet werden, der Inhalt muss dann aber in die Biotonne ausgeleert und die Plastiktüte in der Restmülltonne entsorgt werden.


Christof Fink

Erster Stadtrat

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