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Rathaus-Neubau soll auf Machbarkeit geprüft werden – einstimmiger Beschluss der Stadtverordneten



Die bisherigen Sanierungspläne für das Rathaus werden auf Eis gelegt, weil sich im Oktober letzten Jahres herausgestellt hatte, dass eine Kernsa­nierung im laufenden Betrieb nicht durchführbar ist. In Verbindung mit einem wesentlich höheren Sanie­rungsaufwand, da die Fassade nicht mehr tragfähig ist und somit der Auszug der Mitarbeitenden notwen­dig, waren die Sanierungskosten auf über 35 Millio­nen Euro kalkuliert worden. Nun sind die Pläne für einen Neubau des Rathauses wieder stärker auf die Agenda der im Stadtparlament vertretenen Parteien gerückt.


Bürgermeisterin Antje Runge begrüßt den Be­schluss: „Es ist ein gutes Zeichen, dass alle Parteien den Weg zu der dringend notwendigen, zügigen Entscheidung für das Rathaus gemeinsam gehen. Wir haben als Verwaltung die Entscheidungs­grund­lage sehr ausführlich und solide zusammen­getragen und der einstimmige Beschluss in der gestrigen Stadtversammlung spricht für die politische Kultur Oberursels. Wir sind in der Verantwortung, eine städteplanerisch sinnvolle und klimatechnisch geeig­nete Variante unter den haushalterischen Restrik­tionen zu entwickeln.“

Zuvor hatten sich bereits die Mitglieder des Bau- Umwelt und Klimaschutzausschusses und des Haupt- Finanz und Digitalisierungsausschusses in ihren Sitzungen einstimmig für diesen Prüfauftrag ausgesprochen.

Der Prüfauftrag

Nachdem die Kosten einer Kernsanierung mit 35,6 Millionen Euro ermittelt wurden, sollen nun die Kosten für den Neubau mit der gleichen Schärfe und Zuverlässigkeit bestimmt werden.


Da politischer Konsens darüber besteht, dass das Rathaus auch bei einem Neubau in der Innenstadt bleiben soll, kommt als Standort nur das Rathaus­areal in Frage. Konsens besteht auch darüber, dass bei einem Neubau eine nachhaltige und energie­effiziente Bauweise gesetzt ist. Mit diesen Vorgaben sollen nun die Baukosten durch ein sogenanntes Markterkundungsverfahren ermittelt werden, in das konkrete Bauunternehmen angesprochen werden. Ziel ist es, realistische Baupreise als Grundlage für die weitere Planung und eine mögliche, spätere Beauftragung zu erhalten.

„Mir ist es wichtig, dass nun zeitnah Klarheit ge­schaffen wird“, erläutert die Bürgermeisterin. „Nach den vielen Jahren der Überlegungen und Planungen ist es höchste Zeit, eine Linie zu finden und eine Entscheidung auf breiter Mehrheit zu treffen, die dann auch Bestand haben muss. Mir geht es dabei um eine serviceorientierte Verwaltung, die verläss­lich für die Bürgerinnen und Bürger zugänglich und erreichbar sein muss, wie auch um die Arbeits­bedingungen der Rathausmitarbeitenden. Der Sanie­rungsstau im Rathaus verträgt keinen weiteren Aufschub – je länger wir warten, desto teurer wird es.“

Der Zeitplan

Mit dem gestrigen Beschluss der Stadtverordneten­versammlung beginnen jetzt die Arbeiten für den Prüfauftrag. Zwei Varianten stehen für den Neubau des Rathauses zur Diskussion:


  • Variante 1 sieht einen Neubau unmittelbar am Rat­hausplatz unter Einbeziehung bzw. einer Über­bauung des Zufahrtsbereichs der Stadthallen-Tief­garage vor. Durch diese Lage des Gebäudes kann platzsparend gebaut und das weitere Areal bis zur Oberhöchstadter Straße gut genutzt werden.

  • Variante 2 beinhaltet einen Neubau an der Ober­höchstadter Straße, hier könnte das Rathaus während der Bauzeit stehen bleiben, Kosten für eine zeitweise Anmietung von Büroräumen entstehen nicht und Umzugskosten fallen nur einmal ins Gewicht.

Bürgermeisterin Antje Runge: „Ich möchte beide Möglichkeiten ergebnisoffen prüfen, damit sie mit der Kernsanierung verglichen werden können. Zum jetzigen Planungsstand wird es von mir keine Vor­festlegungen geben. Ich werde allerdings neben der reinen Kostenseite bei einer abschließenden Ent­scheidung auch Fragen des Städtebaus, der Funktionalität, des Klimaschutzes und des Mehr­werts für die Innenstadt berücksichtigen.“

Ein abschließendes Ergebnis der Untersuchung soll rechtzeitig vor der Sommerpause vorliegen, so dass eine Entscheidung der Stadtverordneten über Sanie­rung oder Neubau in der letzten Sitzung vor der Sommerpause am 21. Juli 2022 möglich wird.


Antje Runge

Bürgermeisterin

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