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Resolution zur Ukraine-Krise



In ihrer Sitzung am 7. April 2022 wird die Stadtverordnetenversammlung eine Resolution zur Ukraine beschließen. Darin wird der völkerrechtswidrige Angriff der russischen Führung auf die Ukraine scharf verurteilt. Die russische Regierung wird aufgerufen, unverzüglich die Kampfhandlungen auf dem Gebiet der Ukraine einzustellen. Die Stadtverordnetenversammlung ist in Gedanken bei der ukrainischen Zivilbevölkerung, der großes Leid und Unrecht widerfährt. Besonders wird den Opfern gedacht.


Die Stadtverordnetenversammlung bedankt sich bei den vielen Oberurselerinnen und Oberurselern für ihre spontane Unterstützung und die Spenden für die notleidende ukrainische Bevölkerung.

Das große bürgerschaftliche Engagement zur Unterbringung von Geflüchteten aus der Ukraine wissen die Mitglieder der Stadtver-ordnetenversammlung sehr zu schätzen. Direkte Hilfe wird nur durch engagiertes Handeln der Bürgerinnen und Bürger geleistet. Sie rufen dazu auf, sich weiter couragiert um die Kriegsopfer aus der Ukraine zu kümmern. Nur persönliche Kontakte und direkte Hilfe können dazu führen, dass wir den Geflüchteten ein sicheres zu Hause in Oberursel bieten können. Die Not dieser Menschen ist sehr groß.

Die Stadtverordnetenversammlung fordert den Magistrat auf, alle offiziellen Kontakte mit Vertreterinnen und Vertretern aus Lomonossow bis auf Weiteres ruhen zu lassen.

Die vorhandenen persönlichen Kontakte zwischen den Bürgerinnen und Bürgern von Oberursel und der russischen Partnerstadt Oberursels, Lomonossow (ehemals Oranienbaum) sowie des dortigen Freundschaftsvereins Kalinka, sollen weiterhin gepflegt werden, soweit dies aktuell möglich ist. Der bürgerschaftliche Dialog ist für die Völkerverständigung außerordentlich wichtig. Die Partnerschaft mit Lomonossow ist eine herausragende Errungenschaft der Stadt zur Aussöhnung, besonders um die Geschehnisse des Zweiten Weltkrieges. Die Stadtverordnetenversammlung vergisst nicht, dass im Zweiten Weltkrieg viel Unrecht von deutscher Seite ausgegangen ist. Sie ruft dazu auf, das Verhalten der russischen Regierung nicht mit den Wünschen des russischen Volkes gleichzusetzen. Die Brücken dürfen nicht abbrechen.


Lothar Köhler

Stadtverordnetenvorsteher


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