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Stadt beauftragt Klimaanpassungskonzept



Temperaturrekorde, trockene Sommer, Starkregenniederschläge: Die Auswirkungen des Klimawandels können wir bereits in unseren Breiten wahrnehmen. So werden Maßnahmen zur Begrenzung der negativen Auswirkungen auch bei uns unumgänglich. Der Magistrat der Stadt Oberursel (Taunus) hat nun in seiner Sitzung am 08.11.2021 beschlossen, die Bietergemeinschaft aquadrat Ingenieure GmbH (Griesheim) und Burghardt und Partner, Ingenieure (Kassel) mit der Ausarbeitung eines Klimaanpassungskonzepts zu beauftragen.

Die zu beauftragenden Büros sind mit dem Thema bestens vertraut. So wurden vergleichbare Projekte bereits in Bad Oeynhausen und Neumarkt i. d. OPf. erfolgreich durchgeführt.

Für Oberursel sind eine Vielzahl an konkreten Maßnahmen zu erwarten, die u.a. auf Hitzeperioden bzw. zunehmende Überwärmung im bebauten Bereich, Starkregen und erhöhte Abflussereignisse, das Trinkwasser- und Regenwassermanagement inkl. Hochwasserschutz sowie Stürme und die Störung von Kaltluftproduktion und Kaltluftabfluss Bezug nehmen.

Begleitend wird mittels einer modernen Kommunikationsstrategie ein umfassendes Beteiligungsmanagement inkl. Öffentlichkeitsarbeit durchgeführt werden. Dies hat auch zum Ziel, die spätere Umsetzung der Maßnahmen durch Sensibilisierung und Motivation in der gesamten Stadtgesellschaft mit einer möglichst großen Breitenwirkung angehen zu können. Die beauftragten Büros haben diesbezüglich ein fundiertes Beteiligungskonzept präsentiert, das spätestens nach Abschluss der Einarbeitungsphase und Grundlagenerhebung sowohl die Bevölkerung als auch betroffene Akteure umfassend einbindet.

Im Zuge einer fortschreitenden Digitalisierung - auch unter Berücksichtigung von geltenden Abstands- und Hygienebestimmungen – wird ergänzend im Beteiligungsprozess das Format einer Onlinebeteiligung gewählt werden. Als Alternative zu abendlichen Sitzungen in der Stadthalle erhalten die Bürger somit die Möglichkeit, sich über einen längeren Zeitraum praktisch rund um die Uhr zu äußern und sich so in den kontinuierlichen Beteiligungsprozess einzubringen. „Wir erhoffen uns damit ein vielseitigeres und damit deutlich aussagekräftigeres Meinungsbild“ so der Erste Stadtrat Christof Fink. Durch den frühzeitigen und kontinuierlichen Einbezug von Vertretern der städtischen Gremien, der Verwaltung und der Akteure der Stadtgesellschaft soll zudem sichergestellt werden, dass die Ergebnisfindung mit den politischen und gesellschaftlichen Zielvorstellungen konform geht und einen breiten Konsens findet.

Nach Auftragserteilung ist geplant, zügig die Bestandserhebung und Analysephase zu beginnen sowie benötigte Datengrundlagen zusammenzutragen. Dazu gehören im ersten Schritt die Erstellung einer Klimafunktionskarte und einer Starkregengefahrenkarte, die ebenfalls verbindlicher und integraler Bestandteil des Auftrags sind.

Die Maßnahme wird nach Ziffer II/2 der Förderrichtlinie des Landes Hessen in Verbindung mit dem Merkblatt Kommunale Klimarichtlinie – Konjunkturförderung Sondervermögen „Hessens gute Zukunft sichern“ (Stand 04.05.2021) mit 98.500 Euro Zuwendung gefördert. Der Eigenanteil für die Stadt Oberursel beträgt ca. 13.000 Euro. Christof Fink Erster Stadtrat

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