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Fachvortrag im BUKA mit Ideen zum Hochwasserschutz



In der Dezembersitzung des Bau-, Umwelt- und Klimaschutzausschusses (BUKA) hat Prof. Dr. Peter Cornel über mögliche Maßnahmen und Projekte zur Starkregenvorsorge und zum Hochwasserschutz am Beispiel Urselbach referiert. Peter Cornel, pensionierter Professor der TU Darmstadt und international anerkannter Experte für Siedlungswasserwirtschaft, engagiert sich in der Lokalen Oberurseler Klimainitiative (LOK e. V.).


In der BUKA-Sitzung erläuterte er den Ausschussmitgliedern verschiedene Überlegungen, wie mögliche Gefahrensituationen durch Starkregen im Siedlungsbereich vermieden werden können. Seine Empfehlungen umfassen Maßnahmen, den Abfluss von Regenwasser aus dem Stadtwald zu mindern und zu verzögern, eine gezielte Rückhaltung des Wassers bei Starkabfluss im Oberlauf des Urselbaches (Oberes Haidtränktal im Bereich der Dammschüttungen am Schellbach) und – als weiteres größeres Projekt – eine teilweise Umleitung von Wasser bei Starkabflüssen von der Hohemark via Mühlgraben in Richtung Maasgrund. Zudem befasste sich sein Vortrag mit den Überlegungen zu einer Wasserrückhaltung im Bereich „In der Au“ (nordwestlich Weißkirchen).


Weiterhin stellte er verschiedene Möglichkeiten zur Zwischenspeicherung von Regenwasser im öffentlichen Raum dar, zeigte Beispiele für die Eigensicherung an Baukörpern wie Tiefgaragen oder Kellergeschossen und hob hervor, dass auch die derzeit in Überarbeitung befindliche Zisternensatzung dem Ziel des Hochwasserschutzes Rechnung trägt.

Bürgermeisterin Antje Runge bedankte sich für die Ausarbeitung der Vorschläge als sinnvolle Ergänzung der städtischen Aktivitäten und sagte eine Prüfung im Rahmen des derzeit in Erarbeitung befindlichen Klimaanpassungskonzeptes, bei dem Starkregen, Hochwasser und Schutz von Flächen vor Versiegelung von zentraler Bedeutung sind, zu. „Die Klimaanpassungsstrategie ist einer der Schwerpunkte unserer Überlegungen mit Blick auf eine klimagerechte Stadtentwicklung. Ich freue mich, dass wir hierzu mit Prof. Dr. Cornel und der Lokalen Klimainitiative in einem sehr konstruktiven Austausch sind. Dies betrifft nicht nur die im Ausschuss vorgestellten Projektideen, sondern auch Themen wie Regenwassernutzung und Versickerung, die wir weiter vorantreiben wollen.“


Die Maßnahmenpläne zum Klimaanpassungskonzept befinden sich gerade in der Endabstimmung und sollen – als Entwürfe – der Öffentlichkeit im Frühjahr präsentiert werden.


Antje Runge

Bürgermeisterin

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